Island – Ostfjorde: Geheimnisse und Highlights der Fjorde

Erfahre mehr über die Ostfjorde in Island: von spektakulären Fjorden bis zu den tiefsten Wäldern Islands.

Ostfjorde

Die Ostfjorde (isländisch: Austfirðir) bilden eine der geologisch ältesten und am wenigsten besiedelten Regionen Islands. Die Region erstreckt sich über einen rund 120 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen Borgarfjörður Eystri im Norden und dem Berufjörður im Süden. 

Die Landschaft ist geprägt von tief in das Land einschneidenden Fjorden, steilen Basaltbergen und spitzen Gipfeln wie dem markanten Vestrahorn. In den Ostfjorden befindet sich mit dem Hallormsstaðaskógur das größte Waldgebiet Islands. Zudem ist dies die einzige Region des Landes, in der man wilde Rentiere beobachten kann. Die Region gilt als Zentrum des isländischen Elfenglaubens, insbesondere in den mystischen Felsformationen rund um Borgarfjörður Eystri. 

Da nur etwa 3,2 % der isländischen Bevölkerung hier leben, bieten die Ostfjorde eine friedliche Alternative zu den oft überlaufenen Hotspots im Süden.

Island Ostfjorde Highlights

Allgemeine Informationen

Die Ostfjorde (Austfirðir) erstrecken sich über einen ca. 120 Kilometer langen Küstenabschnitt im Osten Islands, begrenzt durch den Borgarfjörður Eystri im Norden und den Berufjörður im Süden. Die Region umfasst eine Fläche von etwa 22.721 km². 

  • Landschaft: Charakteristisch sind tief eingeschnittene Fjorde, steile Basaltberge und abgelegene Täler.
  • Flora & Fauna: Hier befindet sich Islands größter Wald (Hallormsstaðaskógur) am See Lagarfljót. Die Region ist zudem das einzige Gebiet Islands, in dem wilde Rentiere leben.
  • Dünne Besiedlung: In Ostisland leben nur schätzungsweise 3,2 % der Gesamtbevölkerung.
  • Orte: Wichtige Zentren sind Egilsstaðir (Verkehrsknotenpunkt), Seyðisfjörður (Fährhafen für die Smyril Line) und Reyðarfjörður (größter Fjord der Ostküste). 
  • Aktivitäten: Die Region ist bekannt für Ruhe und Abgeschiedenheit, ideal für Vogelbeobachtung, Wandern und Fotografie abseits der Touristenmassen des Südens.
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Karte

Meine Highlights

Stokksnes

Stokksnes ist eine markante Landzunge im Südosten Islands, nahe der Stadt Höfn, die vor allem für ihre dramatische Landschaft aus schwarzen Sanddünen und dem ikonischen Bergmassiv Vestrahorn bekannt ist. 

  • Vestrahorn: Ein ca. 454 Meter hoher, zerklüfteter Berg aus dunklem Gabbro-Gestein, der als eines der meistfotografierten Motive Islands gilt.
  • Schwarzer Sandstrand: Die weitläufigen Dünen bestehen aus vulkanischem Sand. Bei Ebbe bildet sich oft ein dünner Wasserfilm auf dem flachen Strand, der perfekte Spiegelungen des Gebirges ermöglicht.
  • Wikingerdorf: Auf dem Gelände befindet sich eine Filmkulisse eines Wikingerdorfes, die ursprünglich für eine Produktion errichtet wurde, die nie realisiert wurde, und nun besichtigt werden kann.
  • NATO-Radarstation: Die Halbinsel beherbergt zudem eine aktive Radarstation, die bereits seit dem Kalten Krieg besteht. 
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Austfirðir

Die Landschaft der Ostfjorde wurde vor Tausenden von Jahren durch Gletscher geformt, wodurch eine Abfolge von engen Buchten entstand, die von über 1.000 Meter hohen Gipfeln umgeben sind. Die Region grenzt im Süden an den Vatnajökull-Nationalpark, den größten Gletscher Europas.

Hengifoss

Der Hengifoss ist mit 128 Metern einer der höchsten Wasserfälle Islands und eine der Hauptattraktionen in den Ostfjorden. Er ist vor allem für seine einzigartige geologische Beschaffenheit bekannt: eine Schlucht mit dramatischen Schichten aus dunklem Basalt und leuchtend roten Tonsedimenten, die einen faszinierenden Kontrast bilden. 

  • Höhe: 128 Meter, was ihn zum dritthöchsten Wasserfall Islands macht.
  • Geologie: Die markanten roten Streifen in den Klippen sind eisenreiche Tonschichten, die durch Oxidation entstanden sind und zwischen Basaltschichten aus vulkanischen Eruptionen vor Millionen von Jahren (Tertiärzeit) eingebettet sind.
  • Litlanesfoss: Auf dem Wanderweg zum Hengifoss passiert man einen weiteren sehenswerten Wasserfall, den Litlanesfoss, der von beeindruckenden, hexagonalen Basaltsäulen umgeben ist.

Der Hengifoss ist über einen gut ausgeschilderten Wanderweg erreichbar. Die Wanderung ist etwa 2,5 km (einfache Strecke) lang und dauert je nach Tempo 40 bis 60 Minuten (ca. 1,5 bis 2 Stunden für den Hin- und Rückweg). Der Weg ist mittelschwer mit einem stetigen Anstieg und einigen steileren Abschnitten. 

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Seyðisfjörður

Seyðisfjörður ist eine malerische Hafenstadt in den Ostfjorden Islands, bekannt für ihre dramatische Lage am Ende eines tiefen Fjords, umgeben von hohen, schneebedeckten Bergen. Die Stadt gilt als Islands östliches Tor nach Europa, da sie der Ankunftshafen der einzigen internationalen Passagierfähre ist. 

Die kleine Gemeinde hat weniger als 700 Einwohner und ist für ihre lebendige Kunstszene und gut erhaltenen, farbenfrohen Holzhäuser bekannt, die ihr den Beinamen „norwegische Stadt“ einbrachten.

  • Die Regenbogenstraße und die Blaue Kirche: Der wohl berühmteste Anblick der Stadt ist die farbenfrohe Straße, die vom Hauptplatz direkt zur charmanten blauen Holzkirche (Bæjarstaðakirkja) führt.
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Stuðlagil

Der Stuðlagil Canyon im Jökuldalur-Tal ist berühmt für eine der weltweit größten Ansammlungen von perfekt geformten Basaltsäulen und sein (saisonal) türkisfarbenes Wasser. Lange Zeit blieb er verborgen, da der Fluss Jökulsá á Dal erst durch den Bau des Kárahnjúkar-Staudamms gezähmt wurde und die Schlucht so sichtbar machte. 

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Canyon zu besichtigen, die sich auf unterschiedlichen Flussseiten befinden: 

  • Westseite (Aussichtsplattform): Hier gibt es einen Parkplatz und eine Treppe, die zu einer Aussichtsplattform führt. Ideal für Besucher mit wenig Zeit oder eingeschränkter Mobilität, da kein Abstieg in den Canyon möglich ist.
  • Ostseite (Wanderung in den Canyon): Nur von dieser Seite kann man direkt zum Flussufer hinuntersteigen und zwischen den Basaltsäulen stehen.
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