Entdecke Faial, die „blaue Insel“ der Azoren, mit atemberaubenden Vulkanlandschaften und charmanten Dörfern.

Faial
Ein weiteres Juwel in diesem Insel-Paradies ist Faial. Mit ihrer beeindruckenden Vulkanlandschaft, vielfältigen Flora und Fauna sowie charmanten Dörfern begeistert Faial sowohl Naturfreunde als auch Kulturinteressierte.
Faial, auch als die „blaue Insel“ bekannt, verdankt ihren Namen den überfließenden Hortensien, die in der Sommerzeit die Landschaft in ein bezauberndes Meer aus Blau und Lila verwandeln. Die Insel hat nicht nur eine faszinierende geologische Geschichte, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle in der maritimen Geschichte, insbesondere als bedeutender Hafen für transatlantische Segelschiffe.

Allgemeine Informationen
Faial ist eine Insel der Zentralgruppe der Azoren und trägt aufgrund ihrer überbordenden Menge an blühenden Hortensien den Beinamen „die blaue Insel“. Sie ist vulkanischen Ursprungs und bekannt für ihre maritime Tradition, die Hauptstadt Horta und dramatische Vulkanlandschaften.
- Vulkanische Prägung: Die Insel wurde durch vulkanische Aktivität geformt. Zuletzt wuchs sie durch den Ausbruch des Vulkans Capelinhos in den Jahren 1957/58 um 2,4 Quadratkilometer an Land. Dieses neue Land ist heute eine karge, faszinierende Vulkanwüste.
- Caldeira do Faial: Im Zentrum der Insel befindet sich eine beeindruckende, fast perfekt kreisförmige Caldera (Krater) mit einem Durchmesser von etwa 2 km und einer Tiefe von 400 Metern. Ein Wanderweg führt um den Kraterrand herum und bietet spektakuläre Ausblicke in das bewaldete Innere.
- Die Inselhauptstadt Horta ist das kosmopolitische Zentrum der Azoren und ein legendärer Anlaufpunkt für Atlantiküberquerer.
- Maritime Tradition: Die Wirtschaft ist stark durch die Lage am Meer geprägt, früher durch den Walfang, heute durch den Tourismus und die Meeresforschung.

Route
Tag 1: Anreise
Tag 2: Capelinhos, Caldeira
Tag 3: Horta
Tag 4: Abreise
Meine Highlights
Capelinhos
Der Vulcão dos Capelinhos (Vulkan von Capelinhos) ist eine ikonische Vulkanlandschaft an der Westspitze der Insel Faial auf den Azoren und stellt eines der jüngsten und markantesten geologischen Ereignisse in der Geschichte Portugals dar. Der Ort ist eine unverzichtbare Touristenattraktion und bietet eine „Mondlandschaft“ sowie ein preisgekröntes Interpretationszentrum.
- Datum: Die Eruption ereignete sich zwischen dem 27. September 1957 und dem 24. Oktober 1958 und dauerte 13 Monate.
- Bildung von „Neuland“: Die Eruption begann unter Wasser, etwa 1 km vor der Küste. Die Ansammlung von Asche und vulkanischem Material bildete eine neue Insel, die schließlich durch einen Isthmus mit der Insel Faial verbunden wurde, wodurch die Gesamtfläche der Insel um etwa 2,4 km² zunahm.
- Auswirkungen: Die Eruption verursachte die Zerstörung von Häusern und die Verschüttung von Ackerland, was zur Auswanderung vieler Azorianer, hauptsächlich in die Vereinigten Staaten, führte.
- Vulkanlandschaft: Das Gebiet ist durch eine karge und unwirtliche Landschaft aus Vulkanasche und Gestein gekennzeichnet, die stark mit der grünen Vegetation des Rests der Insel kontrastiert. Der alte, teilweise verschüttete Leuchtturm bleibt ein Symbol der Eruption.
- Interpretationszentrum des Vulkans Capelinhos (CIVC): Ein modernes, unterirdisches Interpretationszentrum (um die natürliche Landschaft nicht zu beeinträchtigen) bietet interaktive Ausstellungen und detaillierte Informationen über die Eruption, die Entstehung der Inseln und die globale Vulkanologie. Es war 2012 für den Preis als bestes europäisches Museum nominiert.
- Wanderwege: Es gibt Wanderwege, die es ermöglichen, die Gegend zu erkunden und den Hauptvulkankegel zu besteigen (obwohl es ein steiler Aufstieg ist).




Caldeira
Die Caldeira do Faial, oft einfach nur Caldeira genannt, ist ein beeindruckender, fast perfekt kreisförmiger Vulkankrater im Zentrum der Insel Faial auf den Azoren. Sie bildet das Herzstück der Insel und ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet.
- Dimensionen: Der Krater hat einen inneren Durchmesser von etwa 2 Kilometern und ist bis zu 400 Meter tief.
- Höchster Punkt: Der Rand der Caldeira erreicht am Cabeço Gordo eine Höhe von 1.043 Metern, den höchsten Punkt der Insel Faial.
- Vegetation: Das Innere des Kraters ist von dichter, üppiger Vegetation bedeckt, darunter endemische Arten wie Zedern, Wacholder, Heidekraut und Moose, die eine einzigartige biologische Vielfalt bilden. Die Fahrt zum Kraterrand führt durch blühende Täler und vorbei an hohen Hortensienhecken.
- Entstehung: Der Krater entstand über einen Zeitraum von 400.000 Jahren durch zahlreiche Eruptionen, unterbrochen von Ruhephasen.
Aussichtspunkt: Vom Rand der Caldeira hat man einen erstklassigen Panoramablick in den riesigen Krater und auf den Rest der Insel. Bei gutem Wetter sind auch die Nachbarinseln Pico und São Jorge sichtbar.
Wandern: Ein beliebter, etwa 7 km langer Rundwanderweg (PRC 04 FAI) führt entlang des Kraterrandes. Die Wanderung dauert etwa 4 Stunden und bietet tiefe Einblicke in den Krater. Der Weg ist teilweise schmal und feucht, weshalb gutes Schuhwerk und Trittsicherheit empfohlen werden.



Horta
Horta ist die charmante und historisch bedeutsame Hauptstadt der Azoreninsel Faial. Sie gilt als das kosmopolitische Zentrum des Archipels und ist weltberühmt als legendärer Anlaufhafen für Segler, die den Atlantischen Ozean überqueren.
Der Hafen von Horta ist das Herzstück der Stadt und einer der belebtesten Yachthäfen der Welt.
- Tradition der Wandgemälde: Eine jahrhundertealte Tradition besagt, dass jeder Segler, der in Horta anlegt, ein kleines Bild, ein Zeichen oder ein Wandgemälde auf den Kaimauern hinterlassen muss, um Glück für die Weiterreise zu haben. Die bunten, bemalten Mauern des Hafens sind zu einer riesigen, einzigartigen Kunstgalerie unter freiem Himmel geworden.
- Internationales Flair: Der Hafen ist ein Schmelztiegel der Kulturen, in dem Segler aus aller Welt Geschichten austauschen und ihre Vorräte aufstocken.
- Peter Café Sport – Die berühmteste Bar der Welt: Seit Generationen dient die einfache Gin-Bar als Postamt, Fundbüro und Treffpunkt für Segler. Hier wurden und werden Legenden geboren.
- Aussicht auf den Pico: Horta bietet einen der schönsten Ausblicke der Azoren. Bei klarem Wetter erhebt sich der majestätische, 2351 Meter hohe Vulkan Pico direkt gegenüber der Bucht auf der Nachbarinsel Pico.
- Strände: Horta verfügt über mehrere Strände, darunter den Praia da Conceição und den Porto Pim Beach, einen geschützten schwarzen Sandstrand in einer malerischen Bucht.




Ich freue mich über eure Anregungen und Fragen!