Die Azoreninsel Terceira – wo Geschichte und Kultur auf atemberaubende Natur treffen – ein unvergessliches Erlebnis.

Terceira
Terceira ist eine der neun Hauptinseln der Azoren. Diese bezaubernde Insel ist bekannt für ihre atemberaubende Landschaft, reichhaltige Geschichte und lebendige Kultur, die jedem Besucher ein unvergleichliches Erlebnis bietet. Terceira strahlt Lebensfreude aus, besonders während der farbenfrohen Folklorefestivals, die Menschen aus aller Welt anziehen.
Die Insel hält eine Fülle an Aktivitäten bereit, von malerischen Küstenlinien und einladenden Stränden bis hin zu faszinierenden Vulkanlandschaften und charmanten Dörfern. In der Hauptstadt Angra do Heroísmo, die stolz zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, blüht die Geschichte in der beeindruckenden Architektur und den kulturellen Veranstaltungen auf. Terceira ist nicht nur ein Paradies für Naturliebhaber, sondern auch ein Ort, an dem Seeleute, Fischer und Landwirte einen authentischen Einblick in das lebendige Erbe der Azoren bieten.

Allgemeine Informationen
Die Insel Terceira (deutsch: die Dritte) ist die drittgrößte und die zweitbevölkerungsreichste Insel der Azoren. Sie gehört zur Zentralgruppe des Archipels und ist bekannt für ihre reiche Geschichte, ihre lebendige Kultur und einzigartige Vulkanlandschaften.
- Vulkanischer Ursprung: Die Insel besteht aus vier überlappenden Vulkanen. Der jüngste und höchste ist die Serra de Santa Bárbara im Westen, deren höchster Punkt 1021 Meter erreicht.
- Landschaft: Die Landschaft ist geprägt von einer üppigen, grünen Vegetation, die durch das feucht-warme Klima begünstigt wird. Die typischen, von Steinmauern umgebenen Weiden („patchwork pastures“) sind besonders gut vom Miradouro da Serra do Cume aus zu sehen.
- Angra do Heroísmo: Die historische Hauptstadt der Insel und des gesamten Archipels. Ihr Stadtzentrum wurde 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, aufgrund seiner Bedeutung als wichtiger Hafen zwischen Europa, Amerika und Indien im 15. und 16. Jahrhundert.
- „Die festliche Insel“: Terceira trägt den Spitznamen „die festliche Insel“, da sie für ihre zahlreichen lokalen Feste, Tänze und Traditionen bekannt ist, die das ganze Jahr über stattfinden, wie die berühmten Karnevalstänze und die Heilig-Geist-Feste.

Route
Tag 1: Anreise
Tag 2: Agualva, Algar do Carvão, Furnas do Enxofre, Serra do Cume
Tag 3: Angra do Heroísmo, Whalewatching
Tag 4: Abreise
Meine Highlights
Angra do Heroísmo
Angra do Heroísmo ist die historische Hauptstadt der Azoreninsel Terceira und die älteste Stadt des gesamten Archipels. Ihre reiche Geschichte und Architektur brachten ihr 1983 die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe ein.
Gegründet im Jahr 1450 und zur Stadt im Jahr 1534 ernannt, war Angra ein obligatorischer Anlaufhafen für die portugiesischen Flotten auf ihren Reisen zwischen Europa, Afrika, Amerika und Indien während des Zeitalters der Entdeckungen. Die Bucht bot einen wichtigen und sicheren Hafen für mit Schätzen beladene Schiffe. Der Beiname „do Heroísmo“ (der Heldenhaftigkeit) wurde der Stadt verliehen, um den Widerstand der Inselbewohner gegen die spanische Invasion im späten 16. Jahrhundert zu ehren. Die Stadt besticht durch ihre einzigartige Architektur mit engen Gassen, farbenfrohen Gebäuden (oft weiß getüncht mit farbigen Fenster- und Türrahmen) und eleganten Plätzen wie der Praça Velha.
- UNESCO-Weltkulturerbe: Das historische Zentrum ist die Hauptattraktion, das trotz eines schweren Erdbebens im Jahr 1980 fast vollständig in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild wiederhergestellt wurde.
- Monte Brasil: Eine Halbinsel vulkanischen Ursprungs direkt an die Stadt angrenzend, die einen erloschenen Krater beherbergt. Sie bietet herrliche Ausblicke auf die Stadt und das Meer und ist ein Naturschutzgebiet.
- Fortaleza de São João Baptista: Eine beeindruckende Festung auf dem Monte Brasil, die zu den größten ihrer Art aus dem 16. Jahrhundert gehört und die strategische Bedeutung des Hafens unterstreicht.
- Jardim Duque da Terceira: Ein wunderschöner botanischer Garten, der sich terrassenförmig einen Hügel hinaufzieht und exotische sowie endemische Pflanzen beheimatet.
- Alto da Memória: Ein Obelisk und Aussichtspunkt im Garten, der einen fantastischen Panoramablick über die Stadt, den Hafen und den Monte Brasil bietet.


Agualva
Agualva ist eine kleine, charmante Gemeinde an der Nordküste der Insel Terceira und gehört zum Kreis Praia da Vitória. Der Name Agualva (vom portugiesischen „água“ für Wasser) leitet sich von den zahlreichen klaren Flüssen und Bächen in der Region ab.
- Natur und Landschaft: Die Region um Agualva ist bekannt für ihre einzigartige Natur und die dramatische, zerklüftete Küstenlinie mit steilen Klippen und außergewöhnlichen Felsformationen.
- Wandern (Baías da Agualva Trail): Das Highlight der Gegend ist der Wanderweg „Baías da Agualva“ (PR 2 TER). Dieser Küstenwanderweg führt entlang der Bucht und bietet spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik und die vulkanische Landschaft. Die Wanderung ist beliebt für ihre malerische Szenerie und die Möglichkeit, die endemische Vegetation zu entdecken.
- Ruhe und Erholung: Abseits des städtischen Trubels von Angra do Heroísmo oder Praia da Vitória bietet Agualva eine ruhige, ländliche Atmosphäre, ideal für Naturliebhaber und Ruhesuchende.
Heute leben in Agualva weniger als 1.600 Menschen, von denen die meisten von der Landwirtschaft und Viehzucht leben.


Algar do Carvão
Der Algar do Carvão ist ein einzigartiges regionales Naturdenkmal im Herzen der Insel Terceira, Azoren. Es handelt sich im Wesentlichen um den Schlot eines erloschenen Vulkans, der von Besuchern erkundet werden kann. Damit ist er eine der wenigen zugänglichen vulkanischen Strukturen dieser Art weltweit.
Besonders ist, dass der Vulkanschlot begehbar ist und dass die Lavakammer komplett unversehrt ist. Entstanden ist der Vulkanschlot vor etwa 2000 Jahre bei einem Ausbruch des Vulkans Pico do Carvão. Ein Teil der Lava floss wieder in die Magmakammer zurück und erstarrte dabei relativ rasch. So entstand ein offener Lavakamin, der an den Wänden von Stalagmiten und Stalaktiten charakterisiert wird.
Weil dieser Schlot senkrecht ins Erdinnere abfällt, blieb die Höhle auch noch lange Zeit nach ihrer Entdeckung durch den Menschen unberührt.
- Seltene Formation: Der Algar entstand vor etwa 2000 Jahren und ist 97 Meter tief.
- Silizium-Stalaktiten: Eines seiner seltensten und schönsten Merkmale sind die Stalaktiten und Stalagmiten aus amorphem Siliziumdioxid von weißer Farbe, die einen Teil der Decke und der Wände bedecken. Diese Formationen sind extrem selten und unterscheiden sich von den üblichen Kalkstein-Stalaktiten.
- Einzigartige Vegetation: Das Innere des Kegels und Teile des Vulkanschlots sind von einer bemerkenswerten und dichten Vegetation bedeckt, darunter Farne und endemische Arten der Azoren, die einen sehr charakteristischen Lebensraum schaffen.
- Unterirdische Lagune: Am Boden des Kraters befindet sich eine kleine Lagune mit klarem Wasser, deren Füllstand je nach Jahreszeit variiert und nach dem Sommer fast vollständig austrocknen kann.


Furnas do Enxofre
Die Furnas do Enxofre (wörtlich „Schwefelöfen“) sind ein Naturdenkmal und eine der beeindruckendsten Manifestationen der noch aktiven vulkanischen Tätigkeit auf der Insel. Sie liegen im Inneren der Insel, auf etwa 600 Metern Höhe, und bieten eine einzigartige, fast mondähnliche Landschaft.
Der Ort ist ein geothermisches Feld, in dem heißer (schwefelhaltiger) Dampf aus zahlreichen Rissen im Boden (Fumarolen) austritt. Die ständige Freisetzung von Schwefelgasen und die hohe Bodentemperatur schaffen eine einzigartige und unwirtliche Umgebung mit Vegetation, die an diese extremen Bedingungen angepasst ist.
- Schwefelgeruch: Ein auffälliges Merkmal ist der intensive Schwefelgeruch (Schwefelwasserstoff), der fester Bestandteil des Erlebnisses beim Besuch eines aktiven Vulkangebiets ist.
- Geologie: Das Gebiet liegt am Schnittpunkt mehrerer geologischer Verwerfungen und repräsentiert den Sekundärvulkanismus des zentralen Vulkans der Insel, der Serra de Santa Bárbara.
- Einzigartige Landschaft: Die Umgebung wird dominiert von farbigen Gesteinen, Flechten und einer mystischen Atmosphäre, die durch den aus dem Boden aufsteigenden Dampf entsteht, besonders an feuchteren Tagen.
- Rundweg: Es gibt einen gut gesicherten Holzsteg, der es Besuchern ermöglicht, sicher zwischen den Fumarolen zu spazieren und das vulkanische Phänomen aus der Nähe zu beobachten, ohne den instabilen Boden zu betreten.



Serra do Cume
Der Miradouro da Serra do Cume ist einer der bekanntesten und meistfotografierten Aussichtspunkte. Er liegt an der Ostseite der Insel, auf einer Höhe von etwa 545 Metern, und bietet einen ikonischen Panoramablick über die weite, landwirtschaftlich genutzte Ebene.
Vom Aussichtspunkt aus überblickt man eine riesige Fläche, die durch hunderte von niedrigen Steinmauern oder Hecken in kleine, rechteckige oder quadratische Parzellen unterteilt ist. Dieses Muster, lokal als „manta de retalhos“ (Patchwork-Decke) bekannt, ist charakteristisch für die ländliche Terceira und dient als Weideland für die Milchwirtschaft.
Im Hintergrund der Ebene sieht man die Stadt Praia da Vitória und ihre Bucht, während auf der anderen Seite des Aussichtspunkts die Hänge der Serra do Cume steil abfallen und einen Blick auf das Inselinnere und die höchsten Erhebungen der Insel freigeben.
- Vulkanische Caldera: Die Serra do Cume ist der Rand eines alten, riesigen Vulkankraters (Caldeira), der vor etwa 4 Millionen Jahren aktiv war. Die Ebene, die man überblickt, ist das Innere dieser erloschenen Caldera.


Whalewatching
Whale Watching auf Terceira ist ein ganzjähriges Highlight und gilt als eine der besten Aktivitäten auf den Azoren, da die Gewässer um die Insel ein reiches marines Ökosystem beherbergen. Die Touren starten hauptsächlich von der Marina in Angra do Heroísmo aus.
- Ganzjährig: Vier Wal- und Delfinarten sind das ganze Jahr über in den Gewässern rund um die Azoren heimisch, darunter der Pottwal.
- Wandersaison (März bis Juni): Dies ist die optimale Zeit, um die wandernden Großwale zu sehen, wie Blauwale, Finnwale und Buckelwale, die auf ihrer jährlichen Migration vorbeiziehen. April und Mai gelten als die stärksten Monate für die Sichtung von Blauwalen.
- Sommer und Herbst (April bis November): Die Wahrscheinlichkeit, verschiedene Wal- und Delfinarten zu sehen, ist in dieser Zeit sehr hoch.
Auf den Azoren wurden insgesamt bis zu 28 verschiedene Wal- und Delfinarten gesichtet. Zu den häufigsten gehören: Pottwale, Gemeine Delfine, Große Tümmler, Rundkopfdelfine und Atlantische Fleckendelfine.
Ich habe hier Zwergwale und Rundkopfdelfine entdecken können.



Ich freue mich über eure Anregungen und Fragen!