Entdecke Landmannalaugar – ein geothermales Paradies mit bunten Rhyolithbergen und heißen Quellen.

Landmannalaugar
Landmannalaugar ist ein atemberaubendes, geothermales Gebiet im Herzen Islands, das für seine lebhaften Lavaströme, bunten Rhyolithberge und heißen Quellen bekannt ist. Eingebettet im Hochland von Island, bietet Landmannalaugar nicht nur spektakuläre Landschaften, sondern auch erstklassige Wander- und Trekkingmöglichkeiten. Diese Region zieht Abenteurer und Naturliebhaber aus der ganzen Welt an, die die einzigartigen geologischen Formationen sowie die reiche Flora und Fauna erleben möchten. Die ursprüngliche Schönheit von Landmannalaugar macht es zu einem der beeindruckendsten Naturziele in Island.

Der Brennisteinsalda (isländisch für „Schwefelwelle“) ist ein markanter Vulkan und gilt als einer der farbenprächtigsten Berge Islands
Allgemeine Informationen
Landmannalaugar ist ein geothermisches Gebiet im südlichen Hochland von Island, das Teil des Fjallabak-Naturreservats ist. Es ist weltberühmt für seine farbenprächtigen Rhyolithberge, weite Lavafelder und natürliche heiße Quellen.
- Reisezeit: Das Gebiet ist nur im Sommer zugänglich, in der Regel von Mitte Juni bis Anfang/Mitte September. Die genauen Daten hängen von der Schneeschmelze und dem Zustand der Straßen ab.
- Anreise: Der Zugang erfolgt über unbefestigte Hochlandstraßen (F-Straßen). Ein Allradfahrzeug (4×4) ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Selbstfahrer: Die beliebtesten Routen sind die F208 (von Norden ohne tiefe Furten) oder die F225 (erfordert Flussüberquerungen).
- Wandern: Landmannalaugar ist der Startpunkt des berühmten 55 km langen Laugavegur-Treks nach Þórsmörk. Beliebte Tageswanderungen führen auf den Bláhnjúkur (Blauer Gipfel) oder zum Brennisteinsalda (Schwefelwelle).
- Naturbad: Direkt am Basecamp befindet sich ein kostenloser, natürlicher Thermalbach, der zum Baden einlädt.

Karte
Meine Highlights
Hochlandpiste F208
Die F208 (Fjallabaksleið nyrðri) ist eine der spektakulärsten Hochlandpisten Islands und dient als zentrale Verbindung nach Landmannalaugar.
Die Piste ist nur im Sommer geöffnet, meist von Mitte/Ende Juni bis Anfang September. Sie führt durch atemberaubende, moosgrüne Vulkanlandschaften und vorbei an der Eldgjá-Schlucht. Diese Straße gilt als mittelschwer bis schwierig. Es müssen ca. 20 bis 25 Furten (Flussüberquerungen) ohne Brücken bewältigt werden. Ein Allradfahrzeug (4×4) mit ausreichender Bodenfreiheit ist gesetzlich zwingend erforderlich.



Rhyolith-Berge
In Landmannalaugar bilden die Rhyolith-Berge eine der surrealsten Landschaften Islands. Das siliziumdioxidreiche Gestein erhält seine charakteristische, fast künstlich wirkende Farbenpracht (Gelb, Rot, Pink, Blau-Grau) durch beigemischte Mineralien wie Schwefel und Eisen.
Farbenentstehung: Rhyolith ist ein saures Vulkangestein, das oft in Verbindung mit geothermischer Aktivität steht.



Bláhnúkur
Der Bláhnúkur (isländisch für „Blaue Spitze“) ist ein 940 bis 945 Meter hoher Vulkan im Herzen des isländischen Hochlands. Er ist bekannt für seine markante blaugraue Farbe, die durch vulkanische Asche und Pechstein entsteht.
- Höhe: Offizielle Messungen variieren leicht, liegen aber bei 940 bis 945 Metern über dem Meeresspiegel.
- Farbe: Die ungewöhnliche blaugraue Färbung stammt von rhyolithischem Magma, das unter Gletschereis ausgebrochen ist und Obsidian sowie Basalt enthält.
- Vulkansystem: Der Bláhnúkur gehört zum Vulkansystem des Torfajökulls.
Der Aufstieg auf den Bláhnúkur ist eine der beliebtesten Wanderungen in Landmannalaugar und gilt als anspruchsvoll, bietet jedoch spektakuläre Ausblicke auf das umliegende Fjallabak-Naturreservat, das Laugahraun-Lavafeld und bei gutem Wetter bis zu fünf Gletscher.
- Gipfelwanderung: Eine anspruchsvolle, aber gut markierte Route führt direkt von Landmannalaugar zum Gipfel und zurück. Die Wanderung dauert etwa 2,5 bis 3,5 Stunden für eine Strecke von ca. 6,1 km (Hin- und Rückweg).



Brennisteinsalda
Der Brennisteinsalda (isländisch für „Schwefelwelle“) ist ein 855 Meter hoher Rhyolith-Vulkan im Hochland von Landmannalaugar. Er ist für seine intensive Färbung bekannt, die durch Schwefel (Gelb), Eisenoxide (Rot) und vulkanische Asche (Blau-Grau) entsteht.
- Farbenpracht: Er ist bekannt für seine außergewöhnliche Farbpalette, die durch Schwefel (gelb), Eisen (rot), Moos (grün) und vulkanische Asche (schwarz/blau) entsteht.
- Vulkanismus: Am Fuße und an den Hängen befinden sich aktive heiße Quellen und Dampf-Fumarolen.
- Brennisteinsalda-Runde: Eine klassische Rundwanderung ab Landmannalaugar führt über das Lavafeld Laugahraun zum Gipfel. Die Strecke beträgt ca. 7,5 km und dauert etwa 3 Stunden.


Laugahraun-Lavafeld
Das Laugahraun-Lavafeld (isländisch für „Thermalquellen-Lavafluss“) ist eine der markantesten Landschaften in Landmannalaugar. Es entstand bei einem Vulkanausbruch im Jahr 1477 und besteht hauptsächlich aus schwarzem, glasartigem Obsidian.
- Gesteinsart: Das Feld besteht aus Rhyolith-Lava, die zu Obsidian, einem vulkanischen Glas, erstarrt ist. Die Oberfläche ist zerklüftet und scharfkantig, an manchen Stellen zeigt sie eine glatte, seilartige Struktur, bekannt als Pāhoehoe-Lava.
- Lage: Das Lavafeld grenzt direkt an den Hauptcampingplatz und die natürlichen heißen Quellen von Landmannalaugar. Am Rande des Feldes steigen Dämpfe aus Erdspalten auf, was die anhaltende geothermale Aktivität der Region zeigt.
- Laugahraun-Runde: Eine einfache, ca. 3 km lange Schleife, die etwa 1 bis 1,5 Stunden dauert. Der Weg führt durch die faszinierende schwarze Lava und bietet Ausblicke auf die umliegenden bunten Rhyolith-Berge wie den Brennisteinsalda.



Ich freue mich über eure Anregungen und Fragen!